Warum Du "Marihuana" nicht sagen solltest: Ein Blick auf die Geschichte und den Hintergrund

by Julia Mertens on June 09, 2024

Wenn es um Cannabis geht, verwenden viele Menschen immer noch den Begriff "Marihuana". Aber wusstest du, dass dieser Begriff eine problematische Geschichte hat? Es gibt gute Gründe, warum wir anfangen sollten, stattdessen Begriffe wie "Cannabis" oder "Hanf" zu verwenden. Lass uns tiefer in die Geschichte eintauchen und verstehen, warum "Marihuana" einen rassistischen Hintergrund hat.

 

Die Ursprünge des Begriffs "Marihuana"

Der Begriff "Marihuana" hat seine Wurzeln in Mexiko. Im frühen 20. Jahrhundert migrierten viele Mexikaner in die Vereinigten Staaten, um Arbeit und ein besseres Leben zu finden. Mit ihnen brachten sie ihre Kultur und auch ihre Traditionen, einschließlich des Konsums von Cannabis, das sie "Marihuana" nannten.

 

Die Rolle der Medien und Politik

In den 1930er Jahren begann eine Kampagne, die darauf abzielte, Cannabis zu verteufeln und seine Nutzung zu kriminalisieren. Harry Anslinger, der damalige Leiter des Federal Bureau of Narcotics, spielte eine Schlüsselrolle in dieser Bewegung. Anslinger nutzte den Begriff "Marihuana", um Cannabis mit mexikanischen Einwanderern zu assoziieren und negative Vorurteile zu verstärken.

Er ließ durch die Medien Geschichten verbreiten, die den Konsum von "Marihuana" mit Kriminalität, Gewalt und unsozialem Verhalten in Verbindung brachten. Diese Propaganda hatte rassistische Untertöne und zielte darauf ab, Angst vor mexikanischen Einwanderern und afroamerikanischen Gemeinschaften zu schüren.

 

Die rassistischen Untertöne

Die Kampagne gegen "Marihuana" war nicht nur eine Attacke auf die Pflanze selbst, sondern auch auf die ethnischen Gruppen, die sie konsumierten. Durch die Verbreitung des Begriffs "Marihuana" und die gleichzeitige Kriminalisierung von Cannabis wurden mexikanische und afroamerikanische Gemeinschaften überproportional stigmatisiert und verfolgt.

Diese rassistischen Motive haben tiefe Spuren hinterlassen und beeinflussen bis heute die Wahrnehmung und die Gesetzgebung rund um Cannabis.

 

Warum "Cannabis" die bessere Wahl ist

Heutzutage sollten wir uns bewusst entscheiden, den Begriff "Cannabis" zu verwenden. "Cannabis" ist der wissenschaftliche Name der Pflanze und vermeidet die belasteten historischen und rassistischen Konnotationen, die mit "Marihuana" verbunden sind. Indem wir "Cannabis" sagen, tragen wir dazu bei, die Stigmatisierung und Vorurteile zu verringern und einen respektvolleren und informierten Diskurs zu fördern.

 

Schlussgedanken

Die Sprache, die wir verwenden, hat Macht. Sie formt unsere Wahrnehmung und kann tief verwurzelte Vorurteile entweder verstärken oder abbauen. Indem wir den Begriff "Marihuana" vermeiden und stattdessen "Cannabis" verwenden, machen wir einen kleinen, aber bedeutenden Schritt in Richtung einer gerechteren und informierteren Gesellschaft.

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