Dein erstes Mal (mit Cannabis)

by Julia Mertens on July 02, 2024

So, du hast gerade dein erstes 'Weed' gekauft

Herzlichen Glückwunsch! Der erste Kauf von getrockneten Cannabisblüten kann aufregend und ein wenig überwältigend sein, besonders wenn du keine Erfahrung damit hast. Keine Sorge, wir sind hier, um dir zu helfen. In diesem Beitrag geben wir dir alle Informationen, die du benötigst, um dein erstes Cannabis-Erlebnis sicher und angenehm zu gestalten.

Was ist getrocknetes Cannabis?

Getrocknetes Cannabis, oft einfach als "Weed", "Gras", "Bubatz" oder ähnlich bezeichnet, sind die getrockneten Blüten der weiblichen Cannabispflanze. Diese Blüten enthalten verschiedene Cannabinoide wie THC und CBD, die für die psychoaktiven und therapeutischen Wirkungen von Cannabis verantwortlich sind.

Was benötigst du?

  1. Grinder: Ein Grinder ist eine kleine Handmühle, die dazu verwendet wird, die Cannabisblüten gleichmäßig zu zerkleinern. Dies sorgt für größere Oberfläche, ein gleichmäßiges Erhitzen und eine bessere Kontrolle des Konsums. Grinder gibt es in verschiedenen Ausführungen, meist bestehen sie aus Metall oder Kunststoff und haben kleine Zähne, die das Cannabis zerkleinern, wenn man den Grinder dreht.
  2. Vape, Papers oder eine Pfeife: Wenn du rauchen möchtest, benötigst du einen Vape, Papers (Zigarettenpapier) oder eine Pfeife. Papers und Filtertips kannst du an jeder Tankstelle oder im Späti kaufen. Eine kleine Pfeife kann besonders für Anfänger nützlich sein, da sie das Gefummel mit dem Drehen eines Joints erspart und das Gras pur geraucht werden kann.
  3. Filtertips: Diese kleinen Pappstücke werden oft verwendet, um das Rauchen zu erleichtern und die Finger sauber zu halten.

Wie bereitest du dich vor?

  1. Zerkleinern: Nimm eine kleine Menge der getrockneten Blüten und gib sie in den Grinder. Drehe den Grinder einige Male, bis das Cannabis gleichmäßig zerkleinert ist.
  2. Drehen oder Füllen: Wenn du ein Joint drehen möchtest, lege das zerkleinerte Cannabis in das Paper, füge einen Filtertip hinzu und drehe es vorsichtig zusammen. Wenn du eine Pfeife verwendest, fülle die Pfeifenkammer mit dem zerkleinerten Cannabis.

Vaping – Eine gesündere Alternative

Das Vapen von Cannabis ist eine gesündere Alternative zum Rauchen, da es keine Verbrennung gibt und somit weniger schädliche Stoffe entstehen. Ein Vaporizer erhitzt das Cannabis auf eine Temperatur, bei der die Cannabinoide verdampfen, ohne das Pflanzenmaterial zu verbrennen. Dies führt zu einem saubereren und sanfteren Konsum. Wenn du langfristig an deinem Cannabisgenuss interessiert bist, kann ein guter Vaporizer eine lohnende Investition sein.

Tabak und Joints

In Deutschland und vielen anderen Teilen Europas ist es üblich, Cannabis mit Tabak zu mischen, um Joints zu drehen. Wir raten jedoch dringend davon ab. Nikotin ist ein Nervengift, das süchtig macht und zahlreiche gesundheitliche Risiken birgt. Das Mischen von Cannabis mit Tabak kann die negativen gesundheitlichen Auswirkungen des Tabaks verstärken und die Abhängigkeit von Nikotin fördern. Daher empfehlen wir, Cannabis pur zu konsumieren, zum Beispiel in einer kleinen Pfeife.

Der erste Zug

Jetzt kommt der aufregende Teil! Setz dich bequem hin, entspanne dich und nimm einen kleinen, vorsichtigen Zug. Halte den Rauch einige Sekunden in deinen Lungen, bevor du ihn ausatmest. Warte ein paar Minuten, um die Wirkung zu spüren, bevor du entscheidest, ob du mehr brauchst.

Tipps für ein angenehmes Erlebnis

  • Langsam starten: Beginne mit einer kleinen Menge, besonders wenn du keine Erfahrung hast. Du kannst immer mehr konsumieren, aber du kannst nicht rückgängig machen, was du schon eingenommen hast. 
  • Hydratisiert bleiben: Trinke viel Wasser, um Austrocknung zu vermeiden und den Mund feucht zu halten. Ein leicht trockener Mund ("Pappmaul") ist die häufigste Nebenwirkung bei Cannabis-Konsum.
  • Sichere Umgebung: Stelle sicher, dass du dich an einem sicheren und komfortablen Ort befindest, wo du dich entspannen kannst und dass du für den Rest des Tages nichts mehr geplant hast. Es kann hilfreich sein, eine befreundete Person als Aufpasser dabei zu haben, wenn du besonders besorgt bist.
  • Snacks bereithalten: Cannabis wird sehr wahrscheinlich deinen Appetit anregen, also halte einige deiner Lieblingssnacks bereit. Vertrau uns, du hast noch nie so leckere Sachen gegessen.
  • Gute Laune haben: Es ist wichtig, dass du nicht mit negativer Grundstimmung psychoaktive Substanzen konsumierst, da deine Grundstimmung fast immer verstärkt statt verändert wird - deswegen solltest du auch nicht zu viel "Angst" vor dem ersten Mal haben. Cannabis ist kein Zaubermittel, was dir gute Laune macht, die gute Laune musst du leider selbst mitbringen.

Womit muss ich rechnen? Wie fühlt sich das "High" an?

Ein "High" ist natürlich von Person zu Person verschieden, aber es gibt einige Gemeinsamkeiten: Der Kopf fühlt sich nach einem Moment ein wenig wattig an, Schmerzen lassen nach, du bekommst einen leicht trockenen Mund. Es kann sein, dass sich deine Augen "dick" anfühlen, als wärst du sehr müde oder frisch aufgestanden, aber auch das ist normal.

Dein Körpergefühl wird sich ein wenig verändern, je nach Cannabis-Sorte tritt hier ein anderer Effekt ein: Indica-dominante Sorten sorgen oft für einen sogenannten "Couch Lock", also das Gefühl, dass es so gemütlich auf der Couch ist, dass man gar nicht mehr aufstehen möchte. Auch gibt es die berühmten "Indica naps", also "Indica-Nickerchen", die für Entspannung sorgen. Wenn du einen stressigen Tag hattest, kann so etwas Gold wert sein zum "Runterkommen" - andere Leute greifen hier zu Alkohol. Sei klüger als das.

Sativa-Sorten haben die Eigenschaft, dich etwas aktiver und kreativer zu machen - Kunst, Musik, Videospiele, Hausarbeit, Gartenarbeit, meistens bekommst du auf diese Dinge Lust. Ein großer Vorteil ist, dass sogar das Putzen der Küche auf diese Weise Spaß machen kann!

Gemein haben alle Cannabis-Sorten, dass sie fast immer den Appetit steigern und du sogenannte "Munchies" bekommst, auf Deutsch weniger schmeichelhaft "Fressflash" genannt. Wir empfehlen, vorher ein paar Snacks zu richten, ganz egal ob Rohkost mit Dip, Pringles oder Curry Schranke - du wirst es deinem früheren Ich danken, wenn du dein Essen auf ganz neue Weise genießen kannst.

Apropos Genuss: Ein weiterer Effekt von Cannabis sind geschärfte Sinne. Farben werden kräftiger aussehen, Musik besser klingen und Essen sehr viel besser schmecken. Auch wirst du sehr viele Dinge sehr witzig finden.

Generell gilt: Du wirst zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle über dich, deinen Körper oder deinen Verstand verlieren, wie bspw. nach dem Konsum von Alkohol.

Was ist, wenn es zu viel ist?

Falls du dich unwohl fühlst oder die Wirkung zu stark ist, keine Panik. Setze dich hin, trinke Wasser oder zuckerhaltige Getränke und atme tief durch. Die Wirkung hat etwa zehn Minuten nach dem Rauchen seinen stärksten Punkt erreicht und nimmt dann wieder langsam ab. Ein kurzes Nickerchen oder Ablenkung durch Netflix, Steam und Co. helfen hier sehr gut.

Das Schlimmste, was hier passieren kann, ist das Unwohlsein und ein absackender Kreislauf. Wegen einsetzender Blässe nennt man das "Whiteout" - leichte Übelkeit ist hier auch möglich, aber: Cannabis richtet im Gegensatz zu anderen Rauschgiften wie Alkohol, Nikotin oder Lachgas keinerlei körperliche Schäden an. Schon beim Konsum weißt du, dass du deinem Körper nicht schadest, selbst wenn dir die Wirkung nicht zusagen sollte. Es ist schlicht unmöglich, sich mit Cannabis zu vergiften oder Cannabinoide zu überdosieren.

Fazit

Der erste Konsum von Cannabis kann eine spannende Reise sein. Mit der richtigen Vorbereitung und Vorsicht kannst du sicherstellen, dass dein erstes Erlebnis positiv und angenehm ist. Denke daran, immer verantwortungsbewusst zu konsumieren und auf deinen Körper zu hören.

Viel Spaß und genieße dein erstes 'Weedies'-Erlebnis!

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